
Thomas Hirschl
Wenn Licht zur Sprache wird und Schatten Geschichten erzählen, ist es oft ein Werk von Thomas Hirschl.
Es gibt Menschen, die halten Momente fest. Und es gibt Menschen, die verwandeln sie in etwas Neues. Thomas Hirschlgehört zu Letzteren. Geboren am 3. November 1987 in Österreich, entdeckte er bereits mit 13 Jahren seine Leidenschaft für die Fotografie. Was als Experiment mit der Kamera begann, entwickelte sich rasch zu einer Sprache, in der er sich zuhause fühlte – einer Sprache aus Licht, Schatten, Farben und Stimmungen.
Seine künstlerische Sensibilität liegt in der Familie. Seine Mutter, Heidemarie Kaiser (geb. 1961), ist Malerin und Zeichnerin. In ihrem Atelier lernte Thomas schon früh, dass Kunst nicht nur Technik ist, sondern Haltung: das bewusste Sehen, das Zulassen von Emotionen und das Erkennen von Schönheit – auch dort, wo andere achtlos vorbeigehen. Ölmalerei und feine Bleistiftzeichnungen prägten sein Gespür für Komposition, Textur und Detailtiefe.
Heute arbeitet Thomas nebenberuflich als Fotograf – gemeinsam mit seiner Frau Martina Hirschl unter dem Namen 87Xpictures. Während er in der Auftragsfotografie Momente für andere Menschen einfängt, geht er in seiner freien künstlerischen Arbeit noch einen Schritt weiter: Unter dem Konzept „art in art“ verbindet er Fotografie mit Malerei. So entstehen Werke, die nicht bloß dokumentieren, sondern transformieren. Farben überlagern Formen, Strukturen verschmelzen mit Silhouetten, Realität wird zum Ausgangspunkt für etwas Traumhaftes.
Im Jahr 2025 begann Hirschl zudem mit der Acrylmalerei und dem Erschaffen digitaler Kunstwerke. Damit erweitert er seine Bildsprache um neue Dimensionen und Ausdrucksformen. Acrylfarben erlauben ihm eine kraftvolle, spontane Gestaltung, während die digitale Kunst ihm experimentelle Freiheit eröffnet – ein Spielplatz für Ideen, die Fotografie und Malerei in moderner Weise verbinden.
Sein Antrieb bleibt derselbe: tiefe Gefühle wecken, Schönheit sichtbar machen, den Betrachter zum Innehalten bringen. „Ein Bild soll nicht nur gefallen – es soll etwas mit dir machen“, sagt Hirschl. Jedes seiner Werke ist eine Einladung, genauer hinzusehen, hinter die Oberfläche zu blicken und etwas zu fühlen, das Worte oft nicht erreichen können.
Thomas’ Arbeiten bewegen sich zwischen klarer Präzision und intuitiver Freiheit. Mal entsteht ein Bild in einem einzigen, perfekten Moment, mal ist es das Ergebnis mehrerer Schichten – fotografisch, malerisch, digital oder emotional. Seine Bildsprache ist vielseitig: Porträts, die mehr erzählen als nur ein Gesicht. Landschaften, die wie Erinnerungen wirken. Detailaufnahmen, die eine ganze Welt in sich tragen. Und immer wieder diese besondere Verschmelzung von Techniken, bei der man nicht mehr weiß, wo die eine endet und die andere beginnt.
Der rote Faden in all seinem Schaffen ist eine tiefe Wertschätzung für das Schöne – und der unerschütterliche Wunsch, dieses Schöne zu teilen. In einer Welt, die oft laut und schnell ist, schaffen Thomas Hirschls Werke einen Ort der Stille und Intensität. Sie sind wie eingefrorene Herzschläge – Momente, die bleiben.

„Ich möchte Emotionen sichtbar machen und sie mit der Welt teilen – damit Kunst Freude schenkt, wo immer sie ankommt.“
THOMAS HIRSCHL