Die ersten Werke
2015 – 2017
ART IN ART

ART IN ART
Das erste FINE ART HIRSCHL Kunstwerk – aufgenommen 2015
Vor mir liegt ein kleiner, farbenfroher Tisch, der wirkt, als sei er direkt aus einem Traummarkt entsprungen. Die Oberfläche ist in kräftigem Violett bemalt, übersät mit Bildern, die wie Kindheitserinnerungen wirken: naive, leuchtende Szenen von Häusern, Blumen und Menschen, gemalt in klaren, fast comicartigen Linien.
Zwischen diesen Bildern stehen kleine handgefertigte Segelboote aus Holz und Stoff, ihre Takelagen fein verspannt, als wären sie bereit, in ein winziges Meer zu stechen. Rechts lehnt ein Tuch, darauf eine fröhliche Giraffe unter einer strahlenden Sonne – „FRIEND OF TROGIR“ steht darunter, als Einladung zu Freundschaft und Leichtigkeit.

Colored House
Fotografie – aufgenommen 2015
Zwei Hauswände stehen nebeneinander wie zwei Stimmen in einem Gespräch – links ein sattes Rosa, rechts ein sonniges Gelb, getrennt nur durch ein schmales Fallrohr aus Metall. Die Farben strahlen wie frisch aufgetragen, und doch verraten kleine Risse und abblätternde Stellen, dass hier die Zeit mitgemalt hat.
Das linke Fenster trägt grüne Holzläden, einer angelehnt, der andere geschlossen – eine kleine rote Tasche hängt an einer Schnur herab, als stille Botschaft, die auf ihre Entgegennahme wartet. Rechts öffnen sich hellblaue Fensterläden, einladend und doch schützend, dahinter eine zarte Andeutung von Grün aus einem Blumenkasten.
Der Künstler in mir sieht hier eine Komposition wie aus einem mediterranen Traum: kräftige Grundfarben im Dialog, Linien und Kanten als Taktgeber, kleine menschliche Spuren, die den Raum beleben. Es ist eine Momentaufnahme, bei der man fast das Zwitschern in den engen Gassen und das Klirren von Kaffeetassen hören kann.
2016

House of Croatia
Fotografie – aufgenommen 2016
Das Bild zeigt den Blick eines Träumers, der mit dem Rücken im Schatten einer Gasse steht und den Kopf in den Himmel reckt. Vor ihm ragt eine steinerne Fassade auf – grob behauene, warme Kalksteinquader, gealtert vom Salz, vom Wind, von unzähligen Sommern.
Vier Fenster mit verblassten grünen Holzläden durchbrechen das gleichmäßige Muster der Wand. Manche geschlossen wie Augen im Schlaf, andere vielleicht nur halb geöffnet, bereit, ein Stück Geschichte hinaus zu lassen. Oben schließt das Dach mit einer Reihe alter Terrakotta-Ziegel ab, dahinter das weiche Blau des Himmels – eine ruhige Fläche, die den Blick über die vertikale Strenge hinausführt.
Aus der Perspektive des Künstlers ist dies ein Spiel aus Linien, Flächen und Texturen: der grobe Stein gegen den glatten Himmel, das matte Grün der Läden gegen das rostige Rot des Dachs. Es wirkt wie ein stilles Porträt eines Hauses, das schon viele Generationen hat vorbeigehen sehen – und immer noch in die Sonne blinzelt.

Focus
Fotografie – aufgenommen 2016
Das Bild ist wie ein leises Gedicht in Schwarz-Weiß – eine Komposition aus Linien, Unschärfe und Andeutungen. Im Vordergrund ragt der kantige Rand einer steinernen Mauer ins Bild, scharf gezeichnet, seine Maserung und Gebrauchsspuren wie die Falten eines alten Gesichts.
Dahinter verschwimmt die Welt: breite Stufen, Mauern, vage Silhouetten von Menschen – alles in weichem Fokus, als wären es Erinnerungen, die langsam verblassen. Das Auge ruht am Rand der Mauer, wandert dann vorsichtig in die Ferne, tastet die Unschärfe ab und ahnt Geschichten, die sich jenseits der klaren Linie abspielen.
Aus der Sicht eines Künstlers ist dies kein Foto von Treppen oder Steinen, sondern ein Spiel mit Tiefe und Wahrnehmung: der klare Schnitt der Gegenwart gegen das traumartige Rauschen der Vergangenheit.

Tesla Generator
Fotografie – aufgenommen 2016
Vor mir liegen zwei gewaltige Metallrotoren, schwarz-weiß eingefangen wie Relikte aus einer vergangenen Ära der Industrie. Ihre Ränder sind von Bolzen gesäumt, die wie Schmuckstücke der Funktion wirken. Die Schaufeln im Inneren erinnern an aufgespannte Flügel, eingefroren in einer ewigen Drehung, als hätte jemand die Zeit angehalten, kurz bevor die Kraft des Wassers oder des Dampfes sie wieder in Bewegung setzt.
Der Hintergrund ist rau – verwittertes Mauerwerk, überwuchert von Pflanzen, die sich langsam das Terrain zurückholen. Das Metall trägt Narben: Kratzer, Rostspuren, matte Stellen vom jahrzehntelangen Kampf gegen Elemente und Nutzung.
Aus der Sicht eines Künstlers ist dies ein Porträt von Kraft und Vergänglichkeit zugleich: präzise Ingenieurskunst, die einst in Bewegung pulsierte, jetzt jedoch stillsteht wie ein Denkmal für die Zeit, in der Maschinen wie diese das Herz des Fortschritts waren.

Dramatic View
Fotografie – aufgenommen 2017
Ein langer, verwitterter Holzsteg erstreckt sich schnurgerade in die Ferne, flankiert von groben, massiven Pfosten, die ihm eine rhythmische Struktur verleihen. Er führt den Blick unaufhaltsam bis zum Punkt, an dem Himmel und Wasser nahtlos ineinander übergehen. Das monochrome Schwarz-Weiß des Bildes verstärkt die dramatische Wirkung: Die Wasseroberfläche ist bewegt und leicht aufgewühlt, während über ihr eine Decke aus schweren, dunkelgrauen Wolken hängt. Das Licht bricht nur zaghaft durch die Wolkendecke und zeichnet feine Kontraste, wodurch eine tiefe, beinahe melancholische Stimmung entsteht – ein Moment, der zwischen Ruhe und aufziehender Spannung schwebt.